Radfahren bei Schnee & Matsch: Die unterschätzte Gefahr im Winterverkehr
Viele Radfahrer fürchten im Winter vor allem Eis. Doch Statistiken und Erfahrungswerte zeigen: Schnee, Matsch und Streusalz sind oft die größere Gefahr.
Gerade im Stadtverkehr 2026 entstehen Risiken, die auf den ersten Blick harmlos wirken, aber zu schweren Stürzen führen können.
Warum Matsch gefährlicher ist als Eis
Eis wird erkannt, Matsch unterschätzt. Der Reifen verliert im Schneematsch abrupt Haftung, besonders beim Lenken oder Bremsen.
Typisch sind seitliche Wegrutscher bei niedriger Geschwindigkeit – oft ohne Vorwarnung.
Streusalz als unsichtbares Risiko
Streusalz senkt zwar den Gefrierpunkt, erzeugt aber eine schmierige Oberfläche. Diese wirkt besonders auf Fahrradreifen tückisch.
Hinzu kommt: Salz greift Material an – auch Helmpolster und Riemen.
Warum der Helm im Winter anders schützen muss
Winterstürze unterscheiden sich von Sommerunfällen. Häufige Ursachen sind seitliches Wegrutschen oder plötzliches Blockieren des Vorderrads.
- Stürze aus geringer Höhe, aber unkontrolliert
- Kopfkontakt mit Bordsteinen oder Asphalt
- Reduzierte Reaktionszeit durch Kälte
Deshalb sind Passform, Sitz und Sichtbarkeit im Winter entscheidender als reine Belüftung.
Praxis-Tipps für sicheres Winterradfahren
- Reifendruck leicht senken für mehr Auflagefläche
- Bremsen gleichmäßig, nie ruckartig
- Helm regelmäßig reinigen (Salz & Feuchtigkeit)
- Sichtbarkeit erhöhen: Helm + Kleidung
Winterradfahren ist möglich – aber nur mit angepasstem Verhalten und realistischer Selbsteinschätzung.