Warum die meisten Fahrradunfälle banal beginnen
Es ist selten das Tempo. Es ist selten das spektakuläre Manöver. Und fast nie ist es „Pech“.
Die meisten Fahrradunfälle beginnen mit Situationen, die alltäglich wirken – so alltäglich, dass man sie nicht als Risiko wahrnimmt.
Der typische Beginn eines Unfalls
Ein kurzer Blick zur Seite. Ein Bordstein, den man schon hundertmal gefahren ist. Ein Auto, das „einen schon gesehen haben wird“.
Genau hier beginnt das Risiko. Nicht laut, nicht dramatisch – sondern leise.
Warum Erfahrung nicht automatisch schützt
Viele Unfälle passieren erfahrenen Radfahrern. Gerade weil Routine dazu führt, Aufmerksamkeit abzusenken.
Wer täglich fährt, schaltet schneller in den Autopilot. Und der übersieht Details.
Die unterschätzte Rolle der Umgebung
Wetter, Licht und Untergrund verändern sich schneller als das eigene Fahrgefühl. Besonders kritisch sind Übergänge:
- von trocken zu feucht
- von hell zu schattig
- von Asphalt zu Pflaster
Warum der Helm nicht den Unfall verhindert – aber ihn verändert
Ein Helm verhindert keinen Sturz. Aber er entscheidet, wie dieser Sturz endet.
Gerade bei banalen Unfällen kommt es oft zu unkontrollierten Kopfbewegungen – genau dafür ist der Helm gemacht.
Was wirklich hilft
- Bewusste Aufmerksamkeit bei Routinen
- Sichtbarkeit auch bei Tageslicht
- Realistische Selbsteinschätzung
- Ein gut sitzender, gepflegter Helm
Sicherheit entsteht nicht durch Angst, sondern durch Aufmerksamkeit.